Die im 2008 erfolgte Implementierung der WIPO Internet-Verträge hätte das Schweizerische Urheberrecht fit für die Herausforderungen der legalen digitalen Nutzungen machen sollen. Dies ist nur mangelhaft gelungen und so bleibt das Urheberrecht hierzulande hinter dem Schutzniveau der anderen Industriestaaten und hinter der rasanten internationalen Rechtsentwicklung zurück:
- Die Schweiz mit ihren vier Sprachen und den verschiedenen Kulturen braucht ein starkes, lebendiges Kulturschaffen, welches insbesondere auch die Jugend anspricht und ihr eine schweizerische Identität gibt.
- Die Schweiz braucht aktive Künstler und Denker, welche von ihrer Arbeit leben können. Dafür sind in einem kleinen und komplexen Land nicht nur Kulturförderung, sondern tat- und finanzkräftige Produzenten, Vertriebspartner und Verlage notwendig. Ohne guten Schutz der Urheberrechte geht das nicht.
- Die Schweiz verlangt von anderen Staaten, dass diese das Schweizerische Geistige Eigentum in allen Bereichen auf hohem Niveau schützen. Da muss man auch im Urheberrecht mithalten können.


