4. Aufhebung der Obergrenzen der Urheber- und Produzentenanteile aus der kollektiven Verwertung (Art. 60 Abs. 2 URG)

Für den gesamten Bereich dieser Kollektivverwertung gilt die gesetzliche Obergrenze der Abgeltung für die Urheber und Nachbarrechte von 10% für Urheber und 3% für Leistungsschutzrechte am jeweiligen Umsatz- und Kostenvolumen (Art. 60 Abs. 2 URG). Diese Grenze war für kommerziell unbedeutende Randnutzungen ausgelegt, nicht aber für immer bedeutendere Content-Angebote.

Hier limitiert das Gesetz willkürlich den Anteil der Rechteinhaber an der Wertschöpfung solcher Angebote, indem es die verbleibenden 87% der Einnahmen dem Anbieter belässt, selbst wenn sein Angebot hauptsächlich auf fremden Werken beruht. Das ist nichts anderes als Umverteilung zugunsten der Anbieter von Hardware, Kommunikationsnetzen und ähnlichem, welche sich zunehmend Film, Musik und andere Inhalte zur Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen zunutze machen, ohne sie angemessen abzugelten.

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